Jahresbericht des Krebsregisters Sachsen
2014-2023

Grußworte

Grußwort Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Krebsregister Sachsen erfasst sachsenweit Daten zum Auftreten, Verlauf und zur Behandlung von Krebserkrankungen. In der Datenbank des Krebsregisters sind mit Stand vom 15. Dezember 2025 Daten zu insgesamt rund 1,2 Mio. Neubildungen dokumentiert, die etwa 3,9 Mio. Einzelmeldungen umfassen.

Der vorliegende Bericht bietet einen detaillierten Überblick über zentrale Kennzahlen für mehr als 30 unterschiedliche Krebsarten und zeigt Entwicklungen und Trends der Krebsregistrierung in Sachsen der letzten zehn Jahre auf.

Die lückenlose und vollständige Erfassung der Daten zu Krebserkrankungen ist notwendig, um aussagekräftige landesweite Analysen zur onkologischen Versorgung zu ermöglichen. Damit können Versorgungsrealitäten sichtbar gemacht und gezielt verbessert werden. So können Themen wie zum Beispiel Früherkennung, leitliniengerechte Therapie, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Nachsorge differenziert betrachtet und weiterentwickelt werden.

Die sächsischen Krebsregisterdaten fließen auch in den bundesweiten Datensatz ein und werden zunehmend für die Forschung zugänglich gemacht. Die Forschung mit diesem einzigartigen Datenschatz und die Verknüpfung mit anderen Datenquellen lässt uns die Krankheit und ihren Verlauf in allen Ausprägungen noch besser verstehen. Und das immer mit dem Blick auf das entscheidende Ziel: Die stetige Verbesserung der onkologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten in unserem Freistaat.

Mit der Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben zur Krebsregistrierung konnte die Datengrundlage erheblich erweitert und damit die Qualität der Auswertungen weiter verbessert werden. Zudem eröffnet die fortschreitende Digitalisierung zusätzliche Möglichkeiten für effiziente Meldewege und eine zeitnahe Verarbeitung der Informationen. Mit Blick auf die Etablierung der strukturierten elektronischen Meldung ist Sachsen auf einem guten Weg. Neben der Möglichkeit, für die Meldung Schnittstellen der Softwareprogramme zu nutzen, kann diese jetzt auch über das webbasierte Meldeportal des Krebsregisters erfolgen.

Unser besonderer Dank gilt allen, die durch ihre kontinuierliche und gewissenhafte Meldetätigkeit, sowie durch ihre fachliche Expertise zur Qualität des sächsischen Krebsregisters beitragen.

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Grußwort der Sächsischen Landesärztekammer

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die landesweite Dokumentation der Krebsdaten bildet eine evidenzbasierte Grundlage für ein realistisches Bild der onkologischen Versorgung. Jede Meldung trägt dazu bei, Diagnosen, Therapieverläufe und Ergebnisse nachvollziehbar und vergleichbar zu machen, um medizinische Entscheidungen sicherer zu treffen. Ich möchte mich deshalb im Namen der Sächsischen Landesärztekammer insbesondere bei denjenigen bedanken, die regelmäßig Meldungen übermitteln.

Für die Meldenden sind effiziente, digitale Werkzeuge entscheidend. Die oBDS konformen Schnittstellen und seit 2025 das elektronische Meldeportal erleichtern den Meldeprozess und erhöhen die Qualität der Dokumentation. Ich möchte alle Kolleginnen und Kollegen ermutigen, diese Angebote konsequent zu nutzen und auf funktionierende Schnittstellen in den eigenen Systemen zu achten. Ein klar strukturierter Datenfluss entlastet im Alltag und führt zu zuverlässigeren Auswertungen.

Die Landesärztekammer würdigt die Bereitschaft der Meldenden, die trotz einer hohen Arbeitsbelastung die Verantwortung für die Meldung und damit für die Qualität der Registerdaten übernehmen. Ihr Engagement ermöglicht die Verbesserung der onkologischen Versorgung, der Qualitätssicherung und der transparenten Gesundheitsberichterstattung.

Erik Bodendieck

Präsident der Sächsischen Landesärztekammer

Grußwort der Geschäftsführung

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Patientinnen und Patienten,
verehrte Ärztinnen und Ärzte,
sowie geschätzte Partnerinnen und Partner aus Versorgung, Wissenschaft und Politik,

mit Freude und großem Dank präsentiere ich Ihnen den aktuellen Jahresbericht der Krebsregisters Sachsen gGmbH (KRS) mit unseren Leistungsdaten und Fallzahlen. Die KRS erfüllt zentrale Aufgaben zur Umsetzung des Nationalen Krebsplans auf Landesebene mit dem Ziel alle Krebserkrankungen in Sachsen zu erfassen und zu analysieren, um eine evidenzbasierte Datengrundlage für die Verbesserung von Versorgungstransparenz und Behandlungsqualität zu schaffen.


Die erfolgreiche Zusammenführung der vier klinischen Krebsregister war eine wichtige Voraussetzung für die Vereinheitlichung und zukunftsorientierte Ausrichtung der Krebsregistrierung in Sachsen mit folgenden bedeutenden Meilensteinen im Jahr 2025:

  • Etablierung des Sächsischen Meldeportals für die strukturierte elektronische Tumormeldung entsprechend der Novelle des Sächsischen Krebsregistergesetzes,

  • Aufbau der Landesauswertungsstelle für die klinische und epidemiologische Auswertung der Daten auf Landesebene,

  • Übernahme der Aufgaben des ehemaligen Gemeinsamen Krebsregisters (GKR),

  • Erstmalige Datenlieferung für die Evaluation des Krebsfrüherkennungsprogrammes Mammographie Screening,

  • Jährliche Rückmeldeberichte für unsere 555 Leistungserbringer,

  • 16 Datenlieferungen an Forschungsprojekte von Dritten.

Mit der Fortschreibung des Nationalen Krebsplans erweitert sich das Aufgabenspektrum der KRS mit den Schwerpunkten für die weitere Digitalisierung, Harmonisierung und Vernetzung der Krebsregistrierung bundesweit um die Zusammenführung von verschiedenen Gesundheitsdaten mit Krebsdaten, die Stärkung der Prävention und Früherkennung durch Krebsdaten, sowie die ganzheitliche Weiterentwicklung der KRS als Datenkompetenzzentrum für die onkologische Versorgungsforschung.

Diese komplexen Aufgaben können wir nur in enger Zusammenarbeit mit unseren Leistungserbringern und Partnern erfolgreich erfüllen. Für die kontinuierliche Unterstützung und engagierte Mitwirkung gilt mein besonderer Dank dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK), den Krankenkassen, sowie allen Melderinnen und Meldern. Ebenso danke ich den Mitarbeitenden des Krebsregisters Sachsen, sowie unseren Partnern für ihre wertvolle Zusammenarbeit und ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der Krebsregistrierung in Sachsen. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der onkologischen Versorgung und Forschung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Lilla M. Farkas

Geschäftsführerin der Krebsregister Sachsen gGmbH