Berichte

Die in den klinischen Krebsregistern gesammelten Daten werden regelmäßig ausgewertet und die Auswertungsergebnisse in Form von Landes- und Jahresberichten frei zugänglich veröffentlicht.  

Jahresberichte

Innerhalb des Jahresberichts werden Basisdatenauswertungen zu den in den Registern dokumentierten Fällen vorgenommen. Das heißt, zu jeder Tumorart werden dieselben Indikatoren (Fallzahl/Neuerkrankungen, klinische/onkologische Kennzahlen wie Histologieverteilung, Therapieansätze sowie Verlaufs- und Überlebensdaten) dargestellt.

Jahresbericht der klinischen Krebsregister
 in Sachsen 2010 – 2019

Der Bericht gibt eine Übersicht über die in den Registern im Zeitraum 2010 bis 2019 erfassten bösartigen (C00 – C96) sowie in situ Neubildungen (D00 – D09) mit Ausnahme der nicht-melanotischen Neubildungen der Haut (C44, D04).

Zusammenfassung

Im Jahr 2019 wurden in den vier klinischen Krebsregistern des Freistaates Sachsen 31.861 Krebsneuerkrankungen dokumentiert (Männer: 17.500, Frauen: 14.360). Hiervon entfielen 28.112 Fälle auf bösartige Neubildungen und 3.749 Fälle auf in situ Neubildungen.

Die am häufigsten dokumentierten bösartigen Neubildungen betrafen bei Männern die Prostata (24,4 %), die Bronchien und Lunge (11,0 %) und das Kolon (9,1 %). Bei Frauen wurden am häufigsten bösartige Neubildungen der Brustdrüse (30,0 %), des Kolons (8,9 %) und der Bronchien und Lunge (6,6 %) erfasst.

Der Anteil der in das prognostisch ungünstigste UICC-Stadium IV eingruppierten Fälle variierte zwischen 1,3 % bei Melanomen der Haut und 46,5 % bei Erkrankungen der Bronchien und Lunge.

Unter den dokumentierten Therapieformen in den ersten 12 Monaten nach der Diagnose war die alleinige Operation am häufigsten bei Melanomen der Haut (87,6 %), Niere (78,3 %), Harnblase (62,7 %), Kolon (61,6 %), Rektum (35,8 %) sowie Prostata (29,3 %).Bei Erkrankungen der Brustdrüse wurde am häufigsten eine Kombination aus Operation, Bestrahlung und systemischer Therapie gemeldet (42,8 %). Neubildungen der Bronchien und Lunge wurde am häufigsten nur systemisch behandelt (33,6 %). Bei 39,5 % bzw. 32,3 % der Krebsfälle der Bauchspeicheldrüse und des Magens wurde keine tumorspezifische Therapie gemeldet.

Die relativen Überlebensraten 5 Jahre nach einer Krebserkrankung lagen über alle Entitäten hinweg bei 69,1 % bei Männern und 73,2 % bei Frauen. Zu den Entitäten mit guter Prognose zählten Melanome der Haut sowie Prostatakarzinome mit relativen Überlebenswahrscheinlichkeiten von 97,1 % bzw. 94,9 % nach 5 Jahren. Vergleichsweise ungünstige Prognosen wiesen die Lokalisationen Bauchspeicheldrüse sowie Bronchien und Lunge mit relativen Überlebensraten von 17,4 % bzw. 27,5 % nach 5 Jahren auf.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter:

Jahresbericht der klinischen Krebsregister
 in Sachsen 2009 – 2018

Die Gemeinsame Geschäftsstelle der klinischen Krebsregister in Sachsen und die vier klinischen Krebsregister haben ihren zweiten Jahresbericht veröffentlicht. Der Bericht gibt eine Übersicht über die in den Registern im Zeitraum 2009 bis 2018 erfassten bösartigen (C00 – C96) sowie in situ Neubildungen (D00 – D09) mit Ausnahme der nicht-melanotischen Neubildungen der Haut (C44, D04).

Zusammenfassung

Im Jahr 2018 wurden in den vier klinischen Krebsregistern des Freistaates Sachsen 29.911 Krebsneuerkrankungen dokumentiert (Männer: 16.551, Frauen: 13.360). Hiervon entfielen 26.792 Fälle auf bösartige Neubildungen und 3.119 Fälle auf in situ Neubildungen.

Die am häufigsten dokumentierten bösartigen Neubildungen betrafen bei Männern die Prostata (24,6 %), die Bronchien und Lunge (11,1 %) und das Kolon (9,0 %). Bei Frauen wurden am häufigsten bösartige Neubildungen der Brustdrüse (30,1 %), des Kolons (9,0 %) und der Bronchien und Lunge (6,0 %) erfasst.

Der Anteil der in das prognostisch ungünstigste UICC-Stadium IV eingruppierten Fälle variierte zwischen 1,3 % bei Melanomen der Haut und 52,5 % bei Erkrankungen der Bronchien und Lunge.

Unter den dokumentierten Therapieformen in den ersten 12 Monaten nach der Diagnose war die alleinige Operation am häufigsten bei Melanomen der Haut (88,1 %), Niere (79,0 %), Harnblase (66,1 %), Kolon (61,5 %), Rektum (35,9 %), Prostata (31,5 %) sowie Magen (30,3 %). Bei Erkrankungen der Brustdrüse wurde am häufigsten eine Kombination aus Operation, Bestrahlung und systemischer Therapie gemeldet (42,5 %). Neubildungen der Bronchien und Lunge wurde am häufigsten nur systemisch behandelt (32,4 %).

Die relativen Überlebensraten 5 Jahre nach einer Krebserkrankung lagen über alle Entitäten hinweg bei 67,6 % bei Männern und 73,0 % bei Frauen. Zu den Entitäten mit vergleichsweise guter Prognose zählten Melanome der Haut sowie Prostatakarzinome mit relativen Überlebenswahrscheinlichkeiten von 96,8 % bzw. 94,8 % nach 5 Jahren. Vergleichsweise ungünstige Prognosen wiesen die Lokalisationen Bauchspeicheldrüse sowie Bronchien und Lunge mit relativen Überlebensraten von 14,9 % bzw. 23,4 % nach 5 Jahren auf.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter:

Jahresbericht der klinischen Krebsregister
 in Sachsen 2007 – 2016

Die Gemeinsame Geschäftsstelle der klinischen Krebsregister in Sachsen und die vier klinischen Krebsregister haben ihren ersten Jahresbericht veröffentlicht. Der Bericht gibt eine Übersicht über die in den Registern im Zeitraum 2007 bis 2016 erfassten bösartigen (C00 – C96) sowie in situ Neubildungen (D00 – D09) mit Ausnahme der nicht-melanotischen Neubildungen der Haut (C44, D04).

Zusammenfassung

Im Jahr 2016 wurden in den vier klinischen Krebsregistern des Freistaates Sachsen 28.666 Krebsneuerkrankungen dokumentiert (Männer: 15.543, Frauen: 13.123). Hiervon entfielen 25.830 Fälle auf bösartige Neubildungen und 2.836 Fälle auf in situ Neubildungen.

Die am häufigsten dokumentierten bösartigen Neubildungen betrafen bei Männern die Prostata (23,7 %), die Lunge (11,7 %) und das Kolon (8,1 %). Bei Frauen wurden am häufigsten bösartige Neubildungen der Brustdrüse (30,7 %), des Kolons (8,4 %) und der Lunge (6,0 %) erfasst.

Unter den neun häufigsten soliden Tumoren variierte der Anteil der in das prognostisch ungünstigste UICC-Stadium IV eingruppierten Fälle zwischen 0,5 % bei Melanomen der Haut und 53,6 % bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Eine alleinige Operation war die in den ersten 18 Monaten nach der Diagnose am häufigsten dokumentierte Therapieform bei Melanomen der Haut (93,2 %), Niere (81,5 %), Harnblase (68,2 %), Kolon (61,1 %), Rektum (35,9 %) sowie Prostata (29,7 %). Bei Erkrankungen der Brustdrüse wurde am häufigsten eine Kombination aus Operation, Bestrahlung und systemischer Therapie durchgeführt (37,8 %). Bei 39,5 % der Krebsfälle der Bauchspeicheldrüse und 27,3 % der Krebsfälle der Bronchien und Lunge wurde keine tumorspezifische Therapie gemeldet.

Die relativen Überlebensraten 5 Jahre nach einer Krebserkrankung lagen insgesamt bei 65,3 % bei Männern und 72,6 % bei Frauen. Zu den Entitäten mit vergleichsweise guter Prognose zählten Melanome der Haut sowie Prostatakarzinome mit relativen Überlebenswahrscheinlichkeiten von 94,6 % bzw. 94,4 % nach 5 Jahren. Vergleichsweise ungünstige Prognosen wiesen die Lokalisationen Bauchspeicheldrüse sowie Bronchien und Lunge mit relativen Überlebensraten von 11,4 % bzw. 21,6 % nach 5 Jahren auf.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter:

Kurzberichte zu Krebs gesamt und den neun häufigsten soliden Tumoren finden Sie hier:

Landesberichte

Der Landesbericht fasst die Diskussionen und Schwerpunkte zu den auf der Landesqualitätskonferenz der klinischen Krebsregister in Sachsen vorgestellten Entitäten zusammen.

Aktuelle Ergebnisse zum Magen- und Lungenkarzinom

Die Gemeinsame Geschäftsstelle der klinischen Krebsregister in Sachsen und die vier klinischen Krebsregister haben ihren ersten entitätsspezifischen Landesbericht veröffentlicht.

Im vorliegenden Bericht werden Ergebnisse zum Magen- und Lungenkarzinom dargestellt, die im Rahmen der ersten Landesqualitätskonferenz der klinischen Krebsregister in Sachsen präsentiert und diskutiert wurden.

Auf der Veranstaltung waren die Vorträge eingebettet in fünf qualitätsorientierte Fragestellungen, die im Bericht analysiert und beantwortet werden:

  • Wie verlässlich und vollständig sind die Daten, die in den klinischen Krebsregistern vorliegen?
  • Wo werden wie viele Patienten behandelt?
  • Welche Therapien zeigen den größten Erfolg?
  • Werden medizinische Leitlinien beachtet?
  • Gibt es Unterschiede in der Qualität zwischen verschiedenen Einrichtungen?

Den vollständigen Bericht finden Sie hier:

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