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Publikation zu kolorektalen Karzinomen

Auswertungen

Untersucht wurde der Einfluss sozioökonomischer Aspekte und der Krankenhaus-Fallzahlen auf die Überlebensraten der Patientinnen und Patienten.

Kolorektale Karzinome gehören zu den häufigsten Krebsrerkrankungen in Sachsen. Das Langzeitüberleben wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören sozioökonomische Aspekte wie Einkommen, Bildung und Beschäftigungstatus, aber auch Aspekte der Versorgung, wie z. B. die durchschnittliche jährliche Fallzahl in den operierenden Kliniken.

Im Rahmen einer retrospektiven Untersuchung wurden die Daten der klinsichen Krebsregister in Sachsen analysiert. Eingeschlossen wurden knapp 25.000 Patientinnen und Patienten mit Kolon- oder Rektumkarzinomen, die zwischen 2010 und 2020 in sächsischen Kliniken operiert wurden.

In der vorliegenden Studie betrug die mediane Überlebenszeit der Patientinnen und Patienten 87,9 Monate für Kolonkarzinome und 110,0 Monate für Rektumkarzinome. In univariaten Analysen waren die Durchführung laparoskopischer Operationen, eine hohe jährliche Fallzahl und eine geringe sozioökonomische Deprivation mit besseren Überlebensraten assoziiert. In multivariaten Analysen blieben die Effekte des Operationszugangs und der Deprivation bestehen. Eine höhere Fallzahl war in den multivariaten Analysen nur im Zusammenhang mit Rektumkarzinomen statistisch signifikant.

Der Beitrag ist im März 2023 in der Zeitschrift BMC Cancer erschienen und über folgenden Link abrufbar:

Bildnachweis: ©Thanakorn.P - shutterstock.com

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