Patientenrechte

Widerspruch

Da die Bedeutsamkeit der dokumentierten Informationen vor allem von der Vollständigkeit der gemeldeten Daten abhängt, ist auch die Erfassung Ihrer Erkrankung wichtig.

Wenn Sie die Ziele der klinischen Krebsregistrierung befürworten, brauchen Sie nicht aktiv zu werden.

Unabhängig von der ärztlichen Meldepflicht ist im Sächsischen Krebsregistergesetz geregelt, dass Sie jederzeit der Speicherung Ihrer Daten im klinischen Krebsregister widersprechen können. Der Widerspruch muss schriftlich unter Angabe von Namen, Geburtsdatum und der Anschrift erfolgen. Ein Widerspruch kann formlos erfolgen.

Vom Widerspruch ausgeschlossen ist die Meldung an das bevölkerungsbezogene Krebsregister.

Wenn Sie widersprechen, werden Ihre personenbezogenen Daten und das Datum der Tumordiagnose in einer separaten Datenbank gespeichert. Ihr Widerspruch hat zur Folge, dass Ihre sonstigen medizinischen Daten im Register gelöscht und nicht ausgewertet werden. Wenn Sie widersprechen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. Es hat für Sie keine Auswirkungen, wenn Sie Ihre Daten dem klinischen Krebsregister nicht bereitstellen.

Auskunft

Sie haben nach § 7 Sächsisches Krebsregistergesetz jederzeit das Recht, Auskunft darüber zu erhalten, welche Daten über Sie im klinischen Krebsregister gespeichert sind. Diese Auskunft ist für Sie kostenlos.

Um Auskunft zu erhalten, können Sie Kontakt mit Ihrem Arzt oder direkt mit dem zuständigen klinischen Krebsregister aufnehmen. In jedem Fall ist zunächst das Ausfüllen des Antragsformulars notwendig. Dieses steht Ihnen als ausfüllbares PDF-Dokument zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie das zweiseitige Formular vollständig ausfüllen und mit Ihrer Unterschrift versehen.

Wir empfehlen Ihnen, die Auskunft über Ihren Arzt einzuholen, da dieser Ihnen medizinische Fachbegriffe und Zusammenhänge qualifiziert erläutern kann.

Aus Datenschutzgründen erhalten Sie nur dann eine Auskunft, wenn Sie sich zweifelsfrei ausweisen. Dazu müssen Sie zum Beispiel einen Personalausweis oder einen Reisepass vorlegen. Soll der Auskunftsanspruch durch eine bevollmächtigte Person (z. B. Betreuer/Betreuerin) geltend gemacht werden, muss auch ein Nachweis über die Bevollmächtigung (im Falle der Betreuung durch Vorlage der Kopie eines Betreuerausweises/eines Betreuungsbeschlusses) geführt werden.

Auch wenn keine Daten im Register über Sie gespeichert sind, erhalten Sie eine Information über diesen Sachstand. Eine Auskunft an Dritte ist aus Datenschutzgründen nicht möglich.

1. Auskunft beim Arzt (empfohlene Variante)

Sie haben das Recht, bei Ihrem behandelnden Arzt zu erfragen, welche Daten über Sie im jeweils zuständigen klinischen Krebsregister gespeichert sind. Dazu stellen Sie zuvor einen Antrag auf Auskunft beim zuständigen klinischen Krebsregister (persönlich, postalisch oder elektronisch). Im Antrag geben Sie bitte Name und Adresse des Arztes, von dem Sie die Auskunft erhalten wollen, an. Das Einholen der Auskunft zu den über Sie im Register gespeicherten Daten beim Arzt ist die von uns empfohlene Varinate, da dieser Ihnen medizinische Fachbegriffe und Zusammenhänge qualifiziert erläutern kann.

Aus Datenschutzgründen können Sie nur dann eine Auskunft erhalten, wenn Sie sich zweifelsfrei ausweisen können. Die Identitätsfeststellung erfolgt durch das Register. Bei persönlicher Vorstellung im Register müssen Sie dafür einen Personalausweis oder Reisepass vorlegen.

Möchten Sie auf elektronischem Weg Auskunft zu den gespeicherten Daten erhalten, steht zur zweifelsfreien Identifizierung das POSTIDENT-Verfahren zur Verfügung. Dieser Weg ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

POSTIDENT-Verfahren:

  1. Der Patient nimmt mit dem Wunsch nach Auskunft Kontakt mit dem Krebsregister auf.
  2. Das Krebsregister registriert sich im PostID Portal und versendet postalisch an den Patienten einen PostID Coupon.
  3. Der Patient identifiziert sich durch seinen Personalausweis und dem PostID Coupon in der Postfiliale.
  4. Die Postfiliale bestätigt die Identitätsfestellung gegenüber dem Krebsregister.
  5. Das Krebsregister sendet dem Arzt die Daten per verschlüsselter E-Mail oder postalisch zu.

Die Übermittlung der Daten an den Behandler hat den Vorteil, dass der Arzt Ihnen die durch das Krebsregister gesandten Unterlagen fachlich erläutern kann. 

2. Auskunft beim Klinischen Krebsregister

Sie haben nach Sächsischem Krebsregistergesetz auch die Möglichkeit, direkt beim zuständigen klinischen Krebsregister Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu erlangen. Dazu stellen Sie den Antrag auf Auskunft zuvor beim zuständigen klinischen Krebsregister (persönlich, postalisch oder elektronisch). In diesem Fall kreuzen Sie im Antrag Ihren Wunsch an, die Auskunft über das Krebsregister zu erhalten.

Aus Datenschutzgründen erhalten Sie nur dann eine Auskunft, wenn er sich zweifelsfrei ausweisen können. Bei persönlicher Vorstellung im Register müssen Sie dafür einen Personalausweis oder Reisepass vorlegen.

Möchten Sie auf elektronischem Weg Auskunft zu den über Sie gespeicherten Daten erhalten, steht zur zweifelsfreien Identifizierung das POSTIDENT-Verfahren zur Verfügung. Dieser Weg ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

POSTIDENT-Verfahren:

  1. Der Patient nimmt mit dem Wunsch nach Auskunft Kontakt mit dem Krebsregister auf.
  2. Das Krebsregister registriert sich im PostID Portal und versendet postalisch an den Patienten einen PostID Coupon.
  3. Der Patient identifiziert sich durch seinen Personalausweis und dem PostID Coupon in der Postfiliale.
  4. Die Postfiliale bestätigt die Identitätsfestellung gegenüber dem Krebsregister.
  5. Das Krebsregister gibt dem Patienten je nach Wunsch persönlich Auskunft oder sendet die Daten elektronisch oder postalisch an die vom Patienten angegebene Adresse zu.