Patienten

Sie möchten wissen was mit Ihren Daten passiert? Alle Informationen erhalten Sie hier.

Bitte unterstützen Sie die Erforschung von Krebserkrankungen.

Für Sie steht nach der Diagnose Krebs das Leben zunächst auf dem Kopf. Doch ständige Fortschritte in der Behandlung von Krebserkrankungen haben bereits dazu beitragen, dass sich die Lebensqualität und die Heilungschancen bei vielen Tumorerkrankungen in den letzten Jahrzehnten enorm verbessern konnten. Trotz dieser Entwicklungen sind weiterhin viele Fragen über die Krankheit ungeklärt. Um auch nach wie vor dem Krebs mit neuen Therapiemöglichkeiten zu begegnen, ist eine fortlaufende Erforschung von Tumorerkrankungen unabdingbar.

Was passiert bei der klinischen Krebsregistrierung?

Im Zuge der Registrierung werden durch Ihren behandelnden Arzt neben Angaben zu Ihrer Person (Name, Anschrift, Geschlecht, Krankenversicherungsdaten) die medizinischen Daten Ihrer Krebserkrankung (z. B. Diagnose, Lokalisation, Ausbreitung) und Informationen zu Therapie und Krankheitsverlauf an das zuständige klinische Krebsregister gemeldet. Dort werden die Daten der erfassten Patienten gesammelt, ausgewertet und die Ergebnisse an die behandelnden Ärzte zurückgemeldet.

Die gesammelten Informationen werden im nächsten Schritt auch landesweit analysiert und in Form von Landesberichten veröffentlicht. Bei der Weitergabe Ihrer Daten von den klinischen Krebsregistern an eine Auswertungsstelle auf Landesebene werden jedoch keine Daten übermittelt, die eine Identifizierung Ihrer Person zulassen.

Auf Antrag können die Daten der klinischen Krebsregister auch zu Zwecken der Versorgungsforschung genutzt werden, um die Behandlung von krebskranken Patienten zu verbessern. Die Daten werden stets nur verschlüsselt übermittelt.

Durch die Bereitschaft, dem klinischen Krebsregister Ihre Erkrankungsdaten zur Speicherung und Verarbeitung zur Verfügung zu stellen, können Sie als Patient/ Patientin einen wesentlichen Beitrag zur Krebsbekämpfung leisten. Der Nutzen der gesammelten Informationen hängt vor allem von der Vollzähligkeit und Vollständigkeit der gemeldeten Daten ab. Um verlässliche Aussagen über die Versorgung von Krebskranken treffen zu können, ist daher eine lückenlose und umfassende Registrierung notwendig, weshalb die Krebsforschung auch auf Ihre Unterstützung angewiesen ist.

Widerspruch und Auskunftsrecht

Das sächsische Krebsregistergesetz sieht für Sie als Patient/in jederzeit das Recht vor, der Speicherung Ihrer Daten im klinischen Krebsregister zu widersprechen. In diesem Fall werden Ihre Daten nach der Meldung durch Ihren behandelnden Arzt im klinischen Krebsregister gelöscht. Es finden keine Auswertungen mit Ihren Daten statt. Ein Widerspruch gegen die Meldung Ihrer Daten an das Register und die Speicherung Ihrer epidemiologischen Daten ist nicht vorgesehen. Um gegen eine Speicherung Ihrer klinischen Daten zu widersprechen, bedarf es der schriftlichen Erklärung Ihres Widerspruches unter Angabe Ihres Namens, Geburtsdatums und Ihrer Anschrift.

Zudem besitzt jeder Patient das Recht, Auskunft darüber zu erhalten, ob und ggf. welche Daten über Ihn im klinischen Krebsregister gespeichert sind. Die Auskunft erfolgt über den behandelnden Arzt oder das zuständige klinische Krebsregister.