FAQ

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wozu werden meine Erkrankungsdaten gesammelt ?

Die vier eigenständigen, klinischen Krebsregister in Sachsen sammeln Informationen zum Auftreten, der Behandlung und Nachsorge Ihrer Krebserkrankung. Die mit Ihrer Hilfe entstehende, umfassende Datensammlung dient als wichtige Grundlage für die Versorgungsforschung und der Qualitätssicherung in der onkologischen Behandlung.

Ziel ist es, aus den Daten wichtige Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung von Krebserkrankungen sowie deren Behandlung abzuleiten. So sollen mit Ihrer Hilfe beispielsweise folgende Fragen beantwortet werden können:

  • Welche Therapien zeigen den größten Erfolg?

  • Sind Maßnahmen zur Früherkennung von Krebs erfolgreich?

  • Gibt es Unterschiede in der Qualität der Behandlung?

  • uvm.

Welche Daten werden gesammelt ?

Die vier klinischen Krebsregister in Sachsen erfassen Informationen über die Behandlung, Therapie und Nachsorge von Krebspatienten.

Der Umfang der zu meldenden Daten wurde einheitlich festgelegt:

Angaben zu Ihrer Person

  • Familienname, Vorname, frühere Namen

  • Anschrift

  • Geburtsdatum

  • Geschlecht

  • Krankenversicherungsdaten

Medizinische Daten Ihrer Krebserkrankung

  • Art der Diagnosesicherung und Diagnosedatum

  • Diagnose, Lokalisation und Erkrankungsstadium des Tumors

  • Art, Beginn, Dauer und Ergebnis der Therapie

  • Krankheitsverlauf

  • frühere Tumorerkrankungen

  • meldende Institution

Bestimmte, epidemiologische Daten (z. B. Wohnort, Geschlecht, Geburtsdatum, Diagnose, Stadium der Erkrankung) werden an das „Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaaten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“ (GKR) weitergeleitet und dort bevölkerungsbezogen ausgewertet. Im GKR finden Auswertungen zu den Ursachen und der Ausbreitung verschiedener Tumorerkrankungen statt. Dies ermöglicht z. B. Aussagen über die Häufigkeit einer Krebserkrankung.

Wie werden meine Daten vor Missbrauch geschützt ?

Die Speicherung der Daten unterliegt sehr hohen Sicherheitsstandards, der Zugriff ist extrem streng geregelt.

Die Verarbeitung Ihrer Daten im klinischen Krebsregister verläuft stets streng vertraulich.

Für Qualitätszwecke und Forschung werden nach strengen gesetzlichen Regelungen nur verschlüsselte Daten verwendet.

Bei der Weitergabe Ihrer Daten von den klinischen Krebsregistern an eine Auswertungsstelle werden keine Daten übermittelt, die eine Identifizierung Ihrer Person zulassen.

Kann ich der Verarbeitung meiner Daten widersprechen ?

Jeder Arzt ist zunächst zur Meldung Ihrer Erkrankungsdaten an das zuständige klinische Krebsregister verpflichtet. Durch das sächsische Krebsregistergesetz ist jedoch geplant, dass Sie als Patient jederzeit bei Ihrem Arzt der Speicherung Ihrer Daten im klinischen Krebsregister widersprechen können. Dazu bedarf es einer schriftlichen Erklärung Ihres Widerspruches bei Ihrem behandelnden Arzt unter Angabe Ihres Namens, dem Geburtsdatum und der Anschrift. Wenn Sie widersprochen haben, werden Ihre Daten im klinischen Krebsregister gelöscht. Infolgedessen finden keine Auswertungen mit Ihren medizinischen Daten statt.

Wenn Sie die Ziele der klinischen Krebsregistrierung befürworten, brauchen Sie nicht aktiv zu werden.

Sie haben zudem jederzeit das Recht, bei Ihrem Arzt oder dem zuständigen klinischen Krebsregister Auskunft darüber zu erhalten, ob und – wenn Sie der Datenspeicherung zugestimmt haben – welche Daten im Register über Sie gespeichert sind.

Vom Widerspruch ausgeschlossen ist die Meldung bestimmter, epidemiologischer Daten (z. B. Wohnort, Geschlecht, Geburtsdatum, Diagnose, Stadium der Erkrankung) durch das klinische Krebsregister an das „Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaaten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“ (GKR).