Sächsisches Krebsregistergesetz beschlossen

VonLehmannS

Sächsisches Krebsregistergesetz beschlossen

In seiner 70. Sitzung hat der 6. Sächsische Landtag am 25.4.2018 das sächsische Krebsregistergesetz beschlossen. Das Gesetz bildet die landesrechtliche Umsetzung des 2013 auf Bundesebene verabschiedeten Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG). In Sachsen wurden dafür die neu zu schaffenden Vorschriften der klinischen Krebsregistrierung mit den bereits bestehenden Regelungen des Sächsischen Krebsregisterausführungsgesetzes (SächsKRGAG) zusammengeführt.

Das neue sächsische Krebsregistergesetz bildet die Grundlage dafür, dass bestimmte, bundesweit einheitlich festgelegte Daten über das Auftreten, die Behandlung und den Verlauf von Krebserkrankungen in den vier sächsischen klinischen Krebsregistern umfassend und nahezu vollzählig erfasst und ausgewertet werden. Außerdem werden die Regelungen zur Einrichtung und zum Betrieb der Register sowie datenschutzrechtliche Regelungen getroffen. Im Freistaat Sachsen bestehen seit circa 20 Jahren eigenständige, klinische Krebsregister an den vier Standorten Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau. Mit der Beibehaltung der bewährten regionalen Anbindung klinischer Krebsregister an ihre Trägereinrichtungen bleiben die bekannten Stellen vor Ort weiterhin Ansprechpartner für die Ärzte. Die Umsetzung des Bundesgesetzes erfordert jedoch eine Umstrukturierung, um die Organisation und Arbeitsweise der sächsischen klinischen Krebsregister an die neuen Voraussetzungen anzupassen. Eine neue Aufgabe ist zum Beispiel die Beteiligung an der einrichtungsbezogenen und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung. Weiterhin ist eine jährliche landesbezogene Auswertung der Daten vorgesehen. Zur Wahrnehmung dieser zentralen Landesaufgaben wurde im September 2017 eine Gemeinsame Geschäftsstelle aller vier klinischen Krebsregister bei der Sächsischen Landesärztekammer eingerichtet. Die neuen Strukturen ermöglichen durch eine enge Kooperation der beteiligten Institutionen eine noch effizientere Erfassung, Auswertung und Nutzung der Daten.

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Sächsisches Ärzteblatt veröffentlicht Artikel zur Krebsregistrierung in Sachsen

Die aktuelle Ausgabe des Sächsischen Ärzteblattes (01/2018) informiert in einem Artikel über das neue Gesetz zur klinischen und epidemiologischen Krebsregistrierung in Sachsen.

Im Zuge der Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) wird das Sächsische Krebsregistergesetz (SächsKRegG) voraussichtlich Ende März 2018 in Kraft treten. Zur Rechtsvereinfachung werden die neu zu schaffenden Vorschriften der klinischen Krebsregistrierung mit den bereits bestehenden Regelungen des Sächsischen Krebsregisterausführungsgesetzes (SächsKRGAG) zur epidemiologischen Krebsregistrierung als jeweils eigenständige Teile zusammengeführt.

Der Artikel informiert bereits vorweg über die wesentlichen Eckpunkte der klinischen Krebsregistrierung im Freistaat Sachsen. Dazu gehören neben strukturellen Neuerungen durch die Einrichtung einer Gemeinsamen Geschäftsstelle der klinischen Krebsregister auch Informationen zum Widerspruchsrecht des Patienten, der Informationspflicht des Arztes und Einzelheiten zu den zukünftigen Neuerungen bei Meldungen an die klinischen Register.

Der vollständige Artikel steht hier kostenfrei zum Download für Sie bereit.

Den Link zur vollständigen Ausgabe des Sächsischen Ärzteblattes (01/2018) finden Sie hier.