Ärzte

Hier finden Sie alle Informationen zum Meldeprozess, die Sie benötigen.

Meldepflicht

Nach dem sächsischen Krebsregistergesetz sind Ärzte in Praxen, MVZ, Krankenhäusern und Pathologien (Leistungserbringer) zur Meldung bestimmter Daten von Tumorpatienten an ihr jeweils (nach Behandlungsort) zuständiges Register innerhalb einer Frist von vier Wochen verpflichtet.

Zur Meldung verpflichtet ist jeweils der  Arzt oder ärztliche Leiter einer Einrichtung, der die onkologische Erkrankung feststellt und/ oder  behandelt. Die Meldung erfolgt an das nach dem Behandlungsort zuständige Register.

Innerhalb der einzelnen Einzugsgebiete werden die verlaufsbegleitend und sektorenübergreifend erfassten Befund- und Behandlungsdaten der Tumorpatienten ausgewertet und deren Auswertungsergebnisse regelmäßig an die Leistungserbringer rückgemeldet.

Die Meldung soll elektronisch im Format des ADT/GEKID-Basisdatensatzes unter Verwendung von einheitlichen Meldeformularen erfolgen.

Bitte beachten Sie: Bis zur flächendeckenden Etablierung der elektronischen Meldung sind die Leistungserbringer weiterhin berechtigt, die Meldungen in Schriftform an die klinischen Krebsregister zu übermitteln. Dazu zählen spezielle Tumormeldebögen oder Epikrisen, welche alle melderelevanten Daten enthalten. Geregelt ist auch die Möglichkeit, Meldungen durch Dokumentare des klinischen Krebsregisters bei den meldenden Einrichtungen vor Ort zu erfassen.

Setzen sie sich dazu mir Ihrem zuständigen klinischen Krebsregister in Verbindung. Eine Übersicht der Kontaktdaten finden Sie hier.

Dokumente zum Download

 

Vergütung

Bitte beachten Sie: Bis zum Inkrafttreten des sächsischen Krebsregistergesetzes erfolgt die Vergütung der Meldungen nach dem bisherigen Verfahren.

Für Meldungen nach dem sächsischen Krebsregistergesetz (SächsKRegG) erhält der Arzt eine durch den GKV- Spitzenverband festgelegte Vergütung vom zuständigen Register, deren Höhe sich nach der Art der Meldung bemisst:

  • Meldung einer Diagnosestellung eines Tumors nach hinreichender Sicherung: 18 Euro

  • Meldung einer Änderung im Krankheitsverlauf: 8 Euro

  • Meldung von Therapie- und Abschlussdaten: 5 Euro

  • Meldung von histologischen und labortechnischen oder zytologischen Befunden: 4 Euro

Näheres zum Abrechnungsverfahren der fallbezogenen Krebsregisterpauschale und der Meldevergütung für die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung, der Privaten Krankenversicherung sowie für heilfürsorgeberechtigte und beihilfeberechtigte Personen erfolgt per Rechtsverordnung.